Neue Fenster sind nur so gut wie ihr Einbau. Selbst das hochwertigste Fenster verliert seine energetischen und schalltechnischen Vorteile, wenn die Montage nicht fachgerecht ausgeführt wird. Wer den Einbau plant, sollte daher wissen, welche Arbeitsschritte dazugehören, wie lange sie dauern und mit welchen Kosten für die Montage selbst zu rechnen ist.
Die einzelnen Schritte der Fenstermontage
Eine professionelle Montage folgt einem klar strukturierten Ablauf, der sich in der Praxis bewährt hat:
- Bestandsaufnahme und Aufmaß: Vor der Bestellung werden alle Maße vor Ort exakt erfasst, inklusive Laibung, Rohbaumaß und Anschlusssituation.
- Demontage der Altfenster: Die alten Fenster werden ausgebaut, Rahmenreste und alte Dichtstoffe entfernt und die Laibung vorbereitet.
- Einsetzen und Ausrichten: Das neue Fenster wird lotrecht und im Winkel ausgerichtet, mit Distanzklötzen fixiert und über Rahmendübel oder Schrauben im Mauerwerk verankert.
- Luftdichter Anschluss: Innen wird eine dampfbremsende, außen eine diffusionsoffene Anschlussfolie oder ein entsprechendes Klebeband angebracht, dazwischen erfolgt die Dämmung der Fuge mit PU-Schaum.
- Montage von Fensterbänken und Beschlägen: Innen- und Außenfensterbänke werden eingesetzt, Griffe und weiteres Zubehör montiert.
- Endkontrolle und Entsorgung: Funktionsprüfung der Fenster, Reinigung und fachgerechte Entsorgung der Altfenster und Verpackungsmaterialien.
Die RAL-Montagerichtlinie als Qualitätsstandard
Als Orientierung für einen fachgerechten Einbau dient in Deutschland die RAL-Montagerichtlinie. Sie beschreibt, wie der Anschluss zwischen Fensterrahmen und Baukörper in drei Ebenen ausgeführt werden sollte: innen luftdicht, in der Mitte wärme- und schalldämmend, außen schlagregendicht und diffusionsoffen. Dieses Drei-Ebenen-Prinzip verhindert, dass Feuchtigkeit in die Baukonstruktion eindringt und sorgt gleichzeitig für einen dauerhaft dichten Anschluss ohne Zugluft oder Kondensatbildung an der Laibung.
Wie lange dauert der Einbau?
Für den Austausch eines einzelnen Standardfensters benötigt ein erfahrenes Montageteam in der Regel ein bis zwei Stunden, inklusive Demontage und Anschlussarbeiten. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit zehn bis fünfzehn Fenstern ist meist mit ein bis zwei Arbeitstagen zu rechnen. Größere oder besonders schwer zugängliche Fenster, etwa im Dachgeschoss oder mit Rollladenkasten, können den Zeitaufwand erhöhen.
Was den Einbau zeitlich beeinflusst
- Zustand der bestehenden Laibung und des Mauerwerks
- Zusätzliche Arbeiten wie Rollladenkasten-Dämmung oder Sturzsanierung
- Etagenlage und Erreichbarkeit (Gerüst erforderlich?)
- Anzahl und Größe der Fenster sowie Sonderformen
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Kostenbestandteile des Einbaus
Die Einbaukosten sind vom reinen Fensterpreis zu unterscheiden und setzen sich typischerweise aus mehreren Positionen zusammen: Demontage und Entsorgung der Altfenster, die eigentliche Montageleistung inklusive Material für den luftdichten Anschluss, gegebenenfalls Maurerarbeiten zur Anpassung der Laibung sowie die Lieferung. Je nach Aufwand liegt der reine Montagepreis pro Fenster meist im mittleren dreistelligen Bereich, kann bei anspruchsvollen Anschlusssituationen aber auch höher ausfallen. Ein detailliertes, auf Ihr Objekt zugeschnittenes Angebot erhalten Sie am zuverlässigsten durch eine Vor-Ort-Begehung.
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